BRK St. Georgshof
7 Während dieser ungewissen Phase war der Alltag ge- prägt von ständig neuen, teils körperlich anspruchs- vollen Aufgaben. Die Ressourcen waren knapp, denn nach dem Starkregen hatten viele Menschen in der Region mit Überflutungen zu kämpfen. Mitte August gelang es endlich, Bodentrocknungsanlagen aufzu- bauen, die über mehrere Wochen hinweg rund 2000 Liter Wasser aus den Böden der Förderstätte pump- ten. Als die Trocknungsgeräte schließlich abgebaut wurden, begann der erste Schock langsam zu wei- chen. Die Förderstätte, wie man sie bisher kannte, war verschwunden – und würde so nie wieder sein. Die anfängliche Unsicherheit und der Unmut über die ungewisse Zukunft verwandelten sich jedoch Schritt für Schritt in eine spürbare Aufbruchstimmung. Die Zerstörung eröffnete eine Chance für einen echten Neuanfang. Ende November 2024 erhielt die Förder- stätte einen komplett neuen Anstrich. Kurz danach folgten neue Böden, die nicht nur schön, sondern auch praktisch sind. Mehrere Einkaufsfahrten zum Möbelhaus sorgten für eine gemütliche Einrichtung, die funktional und behaglich zugleich ist. Auch der allseits beliebte Billardtisch wurde durch ein neueres Exemplar ersetzt. Am 19. Dezember 2024 wurde in der neuen Förderstätte dann erstmals wieder ge- meinsam Mittag gegessen – ein emotionaler Mo- ment, der den erfolgreichen Wiederaufbau symboli- sierte. Es war beeindruckend, wie alle zusammengeholfen haben – besonders hervorzuheben sind Benni G. und Artur M., die uns durch das gewaltige Möbeltragen und Renovieren enorm unterstützt haben. Auch ein herzliches Dankeschön an Herr Pahl für die großarti- ge Organisation und an Herr Lipp für das unkompli- zierte Genehmigen von neuen Anschaffungen. So wurde aus dem anfänglichen Fluch des Hochwas- sers am Ende ein wahrer Segen – denn wir konnten unseren geliebten „Keller“ nicht nur retten, sondern schöner und moderner gestalten als je zuvor. Alexander Nierer , Ergotherapeut in der Förderstätte
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