Seniorenzentrum Tirschenreuth Haus Mühlbühl
4 Im Nordosten Bayerns, in der Oberpfalz, zwischen den Höhen des Steinwaldes und des Oberpfälzer Waldes, liegt Tirschenreuth, Stadt der Teichwirt- schaft, feinster Tuche und des Porzellans. Das ist in kurzen Worten die Geschichte der „Hauptstadt des Stiftlandes“: Fast 400 Jahre lang, bis zur Reforma- tion, gehörte das Gebiet des heutigen Landkreises Tirschenreuth sowie weitere Ländereien dem Stift bzw. Kloster Waldsassen. Dabei diente Tirschenreuth als Ort der Teichwirtschaft, von der noch heute die Tirschenreuther Teichpfanne mit ihren 1.000 Teichen rund um die Stadt zeugt. Später wurde der Ort als Tuchmacherstädtchen bekannt, ehe Ende des 19. Jahrhunderts durch das „weiße Gold“ die Porzellan- industrie zum wichtigsten Industriezweig wurde. Die Stadt umfasst 29 Gemeindeteile, in denen rund 8.500 Menschen leben und arbeiten. Größter Arbeitgeber ist die Hamm AG, ein Hersteller von Tirschenreuth, Hauptstadt des Stiftslandes Weißes Gold, Tuche und tausend Teiche Straßenwalzen. Die Tuchfabrik der Gebrüder Mehler ist mit 180 Jahren (gegründet 1844) der älteste Be- trieb der Stadt und zugleich die älteste Tuchfabrik Deutschlands. Noch immer wird der Grundstoff zur Porzellanherstellung, das Kaolin, in Tirschenreuth abgebaut. Neben diversen Ämtern und Behörden beherbergt Tirschenreuth das größte und über 200 Jahre alte Krankenhaus des Landkreises. Das Zentrum Tirschenreuths mit dem Rathaus und der Stadtpfarrkirche liegt rund um den Maximilians- und Kirchplatz. Hier befinden sich zahlreiche Ein- zelhandelsgeschäfte, Apotheken, Cafés und Res- taurants. Luftlinie liegt das Seniorenzentrum Haus Mühlbühl leicht erhöht und gut 300 Meter nördlich des Maximilians- bzw. Marktplatzes in dem neu ge- schaffenen Grüngürtel des Mühlbachparks. Östlich dieser Linie liegen einige der ehemaligen Fischteiche entlang des Netzbachs und der Waldnaab.
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