Arche Noris Siebenbürgerheim Lechbruck

7 Weberei, Altenheim, Campingplatz Zwar verließen die meisten Siebenbürger ihre alte Heimat nur mit dem Nötigsten, brachten aber Wissen und technisches Können mit nach Lechbruck. Heute erin- nern vor allem das Siebenbür- gerheim und der Campingplatz daran, was die Neu-Lechbrucker geleistet haben. Eine neue Heimat 1937 zählte Lechbruck rund 1.300 Einwohner. Eine Zahl, die nach Kriegsende auf knapp 2.200 nach oben schnellte. Er habe Respekt vor den Dörfern, vor allem den Gemeindeverwaltungen von damals, erinnert sich der Altbürgermeister von Lechbruck, die plötzlich mit dem Ansturm der Vertriebenen zurechtkommen mussten. Man sei zusammen- gerückt in den Dörfern, die Einheimischen hätten ihren Beitrag geleistet. Die Not sei auch auf dem Land nach dem Krieg groß gewesen, trotzdem habe man die Neuankömmlinge integriert. Während die Menschen in den Dörfern ihr Hab und Gut teilen, bringen sich die Vertriebenen mit ihremWissen und ihren Fähigkeiten ein und entwickeln den Ort weiter. Das alles erlebte er hautnah mit: Er ist zweieinhalb Jahre alt, als er mit seiner Mutter und Großmutter aus dem Sudetenland fliehen muss, und im Allgäu eine neue Heimat findet. Für die Orte sei der Zuzug einerseits problematisch gewesen. Vor allem die Vermieter waren wenig begeistert über die neuen „Untermieter“. Allerdings sorgten die Siebenbürger damals auch für eine „Blutauffrischung“. Wie der damalige Bürgermeister, der sich in eine Lechbruckerin verliebte und hier seine Familie gründete. Archiv Siebenbürgerheim

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