Skilifte Lech Deutsch

26 Pistenpflege Ein wichtiges Kapitel für jedes Skigebiet ist die Pistenpflege. Es reicht nicht, dass es schneit oder beschneit wird und eine Armada an Pistenraupen zur Verfügung steht. Damit der Ski- fahrer am Morgen optimale Schneebedingungen vorfindet, braucht es vor allem eines – Zeit. Denn eine Piste kann auch ohne Gefrieren hart werden. Bei trockenem Schnee wachsen die Schneekörner an den Kontaktstellen zusammen. Deshalb wird bei uns gleich nach Beendigung des Liftbetriebes mit der Präparation begonnen, damit genügend Zeit bleibt, dass die Schneekörner eine kompakte Schneedecke formen können, die so genannte Sinterung. Für das optimale Finish ist die mächtige Heckfräse der Pistenraupen zuständig. Sie zerklei- nert die Schneekörner auf die optimale Größe und belüftet dabei die Schneedecke. Nur dann kann die Piste so aushärten, wie wir es uns wünschen. Eine nach wie vor unbefriedigende Herausforderung stellt der nächtliche Schneefall für uns dar. Wenn die Pistenmaschinen bei genügend Neuschnee um 5 Uhr morgens ausfahren, dann bleibt nicht mehr genügend Zeit für diesen Sinterprozess. Folge: Entstehung einer Buckelpiste. Pistenmaschinen Die von unseren Gästen immer wieder hoch gelobte Pisten- pflege wird von zwölf Pistenfahrzeugen, davon fünf selbst- ziehende Windenmaschinen, bewältigt. Zu Beginn der Sai- son bekommen unsere Fahrer eine Pistenraupe zugeteilt, die sie die nächsten fünf Monate fahren, warten und reparieren werden. Täglich präparieren so nur die Fahrer der Skilifte Lech eine Fläche von rund 90 Hektar für unsere Wintersportler, das entspricht ca. 140 Fußballfeldern. Und seit der letzten Saison haben wir dafür noch Unterstützung bekommen . . . Das Beast – eine neue Dimension der Pistenpflege Mit zwei hochmodernen Pistenraupen von Prinoth sind wir in eine neue Dimension der Pistenpräparation vorgestoßen. 40 Prozent mehr Flächenleistung verspricht das Beast. Zwei dieser über eine halbe Million Euro teuren Maschinen ersetzen drei normale Pistenraupen. Mit einer Fahrt werden über 7 Meter Piste präpariert, mit dem Schild können über 6 Meter Piste bearbeitet werden. Dank des optimierten Fahrzeugschwer- punktes kann das Beast mehr Schubleistung erzielen, die dank der fast 50-prozentig vergrößerten Raupenauflagefläche auch optimal auf den Boden umgesetzt werden kann. Damit er- reicht das Beast auch eine noch nie da gewesene Steigfähigkeit. Gleichzeitig wird die Grenze zur Notwendigkeit eines Winden- fahrzeuges verschoben. Schneehöhenmessung 2009 hat man begonnen ein hochpräzises, computerge- steuertes Schneehöhenmessgerät auf GPS-Basis für die Ski- pisten aufzubauen. Zwei Pistenmaschinen der Skilifte Lech haben ein solches GPS-Gerät eingebaut. Vorteile: - mehr Schneesicherheit und Pistenqualität - Reduzierung der Kosten der Schneeproduktion - effizientere Pistenpräparierung - Ressourcenschonung und Umweltschutz Die Skilifte Lech stellen sich vor

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