Plantsch
16 So war der Einsatz einer hocheffizienten Energie- und Wasser- einsparanlage im Plantsch eine der ersten dieser Art im gesam- ten Bundesgebiet. Obwohl der Verbrauch an elektrischer Energie nahezu halbiert werden konnte und der Wasserverbrauch eben- falls um rund ein Drittel reduziert wurde, konnte die Qualität des Badewassers im Vergleich zu vorher nochmals verbessert werden. Dies ermöglichte der Einsatz von durch automatische Ermittlung der Hygieneparameter gesteuerter Umwälzung von Wasser- und Lüftungskreisläufen in Verbindung mit Ultrafiltration. Damit aber nicht genug, auch die Filtertechnik wurde im Plantsch revolutioniert. Der Einsatz von Glasperlen anstelle von Sand- und Kohlefiltern reduzierte den Energieeinsatz, verbesserte die Was- serqualität und reduzierte das Auftreten von Legionellen ganz entscheidend. Die Entwicklung dieser Technik zeigt derart große Vorteile, dass diese Technologie inzwischen nicht nur in weiteren Bäderbetrieben eingesetzt wurde, sondern beste Aussichten hat zum künftigen DIN-Standard zu werden. Aber nicht nur bei Ener- gieverbrauch und Wasseraufbereitung wird modernste Technik eingesetzt. Auch beim Thema Sicherheit markiert das Plantsch das derzeit Machbare. Im Einsatz ist ein Unterwasser-Frühwarn- system, mit dem Ertrinkende zuverlässig erkannt werden und rechtzeitig Alarm an das Aufsichtspersonal ausgegeben werden kann. Zahlreiche Unterwasserkameras überwachen das Gesche- hen unterhalb der Wasseroberfläche. Werden Objekte erfasst, die bewegungslos sind, so wird nach einer voreingestellten Zeit Alarm beim Rettungsschwimmer ausgelöst. Hightech im Schwimmbad Was der Gast sieht ist nur das Ergebnis von massivem Einsatz von Hightech: sauberes Wasser und maximale Hygiene. Um die- ses Ergebnis zu erreichen ist der Einsatz von enorm viel Energie und Ressourcen notwendig. Deren Verbrauch auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig Sauberkeit, Hygiene und Sicherheit auf höchstem Niveau zu halten ist die Herausforderung der heutigen Zeit. Das Plantsch geht dabei seit Jahren nicht den einfachstenWeg, sondern sucht ständig nach neuen Möglichkeiten und Wegen um Vorreiter bei der Erreichung dieser Ziele zu werden. Auf einem mobilen Handgerät wird das Bild der alarmauslösen- den Kamera ausgegeben, so dass der Retter sofort die richtigen Maßnahmen zur Lebensrettung einleiten kann. Neben dem mo- bilen Gerät wird der Alarm auch auf einem Monitor in der Auf- sichtszentrale und über eine LED-Anzeige in der Schwimmhalle ausgegeben. Das im Plantsch eingesetzte System AngelEye war das erste dieser Art in Deutschland und hat sich zwischenzeitlich zu einem enorm zuverlässigen Hilfsmittel weiterentwickelt, das weltweit das technisch Machbare markiert. Aber auch selbstverständliche technische Einrichtungen wie das Zutritts- und Abrechnungskontrollsystem, die Wasserdesinfek- tions-, Meß- und Regelanlagen sind deutlich anspruchsvoller und aufwändiger, als es dem Gast beim Schwimmen bewußt sein kann. Ein Besuch der Kellergeister imPlantsch ist auf jeden Fall für technisch Interessierte ein Erlebnis! Führungen werden im Abstand von 1 - 2 Jahren am Geburtstag des Plantsch immer wieder angeboten, können aber für kleinere Gruppen auch auf Nachfrage organi- siert werden. 17
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