Belchen Seilbahn
8 | 9 Etablierung Erster Pächter des Belchenhauses war Johann Spörndle, der bereits in der ersten Saison über 600 Gäste begrüßen konnte, deren Zahl in den Folgejahren kontinuierlich wuchs. Aus diesem Grund erweiterte und erhöhte Spörndle wäh- rend seiner Pachtzeit die Kapazitäten des Hauses Stück um Stück. 1892 kündigte Johann Spörndle nach fünfundzwan- zigjähriger Gastwirtstätigkeit die Pacht des Belchenhauses. Sein Nachfolger war Josef Stiefvater, der das Haus 1897 für 5000 Goldmark erwarb und sich beim Kauf dazu verpflich- ten musste, auf seine Kosten eine feste Straße auf den Bel- chen zu bauen. Aufgrund ständig steigender Besucherzahlen entschied sich der Gastwirt, das Haus seinen Gästen künftig auch als Übernachtungsmöglichkeit anzubieten: Im Jahre 1898 verfügte das Haus auf dem Belchen bereits über 25 Gästezimmer mit 35 Betten, auch ein Saal für 150 Personen stand nun zur Verfügung. In den Jahren um die Jahrhundert- wende konnte das Belchenhaus erstmals über 5000 Gäste begrüßen und hatte sich damit als beliebtes Ausflugsziel etabliert. Weitere Umbauten, Vergrößerungen und Er- weiterungen folgten rasch. Mit dem Aufkommen des Automobils wurde 1904 die Belchenstraße, die vom Tal direkt zum Belchenhaus verlief, eingeweiht. > Die Geschichte des Belchenhauses reicht zurück bis in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts. Damals gründeten siebenMän- ner aus Schönau und Schönenberg, rundum überzeugt von der touristischen Attraktivität des Wanderziels Belchen, das „Comite vom Belchen“. Ziel des „Comites“: Errichtung eines Berggasthauses. Schon 1866 war es so weit, als auf dem Belchen das erste Schutzhaus errichtet, ein Jahr darauf das Belchenhaus eröffnet wurde. 150 Jahre Belchen haus
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