70 Jahre Forggensee

Heuer jährt sich der Erstaufstau des Forggensees tat- sächlich zum 70. Mal. Während man sich den See heute nicht mehr wegdenken kann, als Kopfspeicher für die Stromerzeugung, als Hochwasserschutz und Freizeit- paradies, so überwogen seinerzeit noch Skepsis und Bedenken, trotz aller Annehmlichkeiten, die der Bau der Talsperre Roßhaupten den Menschen in der Region brachte. Am Ende siegte die „große Idee“, wie eine Zeitung 1954 titelte und der Lech wurde gebändigt. Ge- zähmt wurden auch die Bauern, die hier lebten und der Natur über Jahrhunderte hinweg das Land abgerun- gen hatten und auch die Natur selbst, die hier, so die Überlieferungen, eine einzigartige Landschaft geformt hatte, im Besonderen im Bereich des Illasbergs. Wo heute der Lech zum See wird, wurde nach der Eiszeit der „Füssener See“ aufgestaut. Und es ist der Beharr- lichkeit des Lechs zu verdanken, dass er irgendwann die senkrecht aufgestellten Gesteinsschichten durch- brochen hatte und der Füssener See Geschichte wurde. Mustertext w r im Füssener Land aufwächst, kennt es icht anders: Der Forggensee p ägt die Landschaft vor den Bergen, zwisch Schwangau, Füssen, Rieden, Roßhaupt n d Halble . Er g hört zum Füss ner L nd wie der Säulin oder Tegelberg, der Ho fen- oder Ban waldsee, das Ho e S loss zu Füss n und Schlos Neuschwanstein in Schwangau. U er ist v Menschenhand g macht, wie die beid n Schlöss r, im Übrigen nur zw i von ein m Dutzend in d r Reg on. Seit nunmehr 70 Jahr n gehört der größte Stausee D utschla ds zur Region, imWech el er Jahreszeiten schw llt das türkisblau Band, an und ab. Von Jahr zu J hr n mt die Zahl derjenig n ab, die sich an eine Z it vor dem See, an saftig grüne Blumenwi sen und kl ine Weiler an den U ern des Lechs erinn n können. Nur noch Lokalitäten, wie die Schwarz nbach-Kurve zwi chen Rieden und Roßhaupten oder der Name des Sees, rinnern a di mit dem Aufstau verbund nen Schicksale. Heuer jährt sich der Erstaufstau des Forggensees tat- sächlich zum 70. Mal. Während man sich den See heute nicht mehr wegdenken kann, als Kopfspeicher für die Stromerzeugung, als Hochwasserschutz und Freizeit- paradies, so überwogen seinerzeit noch Skepsis und Bedenken, trotz aller Annehmlichkeiten, die der Bau der Talsperre Roßhaupten den Menschen in der Region brachte. Am Ende siegte die „große Idee“, wie eine Zeitung 1954 titelte und der Lech wurde gebändigt. Ge- zähmt wurden auch die Bauern, die hier lebten und der Natur über Jahrhunderte hinweg das Land abgerun- gen hatten und auch die Natur selbst, die hier, so die Überlieferungen, eine einzigartige Landschaft geformt hatte, im Besonderen im Bereich des Illasbergs. Wo heute der Lech zum See wird, wurde nach der Eiszeit der „Füssener See“ aufgestaut. Und es ist der Beharr- lichkeit des Lechs zu verdanken, dass er irgendwann die senkrecht aufgestellten Gesteinsschichten durch- brochen hatte und der Füssener See Geschichte wurde. Liebe Leserinnen und Leser, 2

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