70 Jahre Camping Hopfensee

Familienbetrieb 22 Schon als 14-Jährige hatte Dana Samer auf dem Platz mitgearbeitet, hatte die Aufsicht im Spielhaus über die jüngeren Kinder und kellnerte im Restaurant. Wie auch für die anderen beiden Geschwister war der Campingplatz „immer unser Leben“, erzählt Dana. Neben den Freunden in der Schule hatten die drei immer viele Freunde unter den Campinggästen, die jedes Jahr wiederkamen, die einen an Pfingsten, die anderen in den Sommerferien. Wobei aufgrund der Ferienregelung in Deutschland die Freunde von Ende Juni bis Anfang September da waren. Dana Samer ist diplomierte Tourismusfachwirtin und darf selbst sogar Prüfungen an der Berufsschule abnehmen. Ihre Mutter Anja habe den dreien seinerzeit freigestellt, zu verzichten, wenn „ihr drei Lust habt, die Firma zu leiten.“ Und so schaute Dana Samer ihrer Großmutter an der Rezeption über die Schulter und ließ sich vom Opa in der Kunst der Buchhaltung unterrichten. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich das kann, dass es Spaß macht,“ sagt Dana Samer. So hängte sie noch das Tourismusstudium an und machte ihren Bachelor mit Auszeichnung. Dafür habe sie auch keinen eintönigen Alltag, muss die Mit- arbeiter führen und kümmert sich um die geschäftliche Seite des Platzes. „Dazu gehört auch, dass wir überlegen, was wir verändern, erneuern oder umbauen in der Zeit, wenn der Platz von November bis Mitte Dezember ge- schlossen ist.“ Dafür müssen Dana und ihre Geschwister aber auch mit den Architekten und Handwerkern zusam- menarbeiten. „Die halten sich diese Zeit immer frei für uns und setzen unsere Ideen toll um.“ Man kannte sich und die Camper kannten das Trio, was sogar soweit ging, dass die Jugend bei den Freunden im Wohnwagen übernachtete oder mit ihnen gemeinsam aß. „Die neun Hektar Cam- pingplatz waren unser Garten, unser Spielplatz,“ schmunzelt Dana Samer, wo sie fast alle Freihei- ten hatten. Und so war das Leben für die drei nie langweilig.

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