Zentrum für Betreuung und Pflege am Schloss Neuwied
Neuwied RESIDENZ- UND INDUSTRIESTADT MIT LANGER GESCHICHTE Wo die Wied den Rhein betört Neuwied, der Name verrät es schon, ist eine relativ junge Stadt. Erst im 17. Jahrhundert begannen die Planungen für die heute knapp 65.000 Einwohner zählende Stadt im Mün- dungsgebiet der Wied in den Rhein. Hier steht auch das junge, rund 300 Jahre alte Residenzschloss der Grafen und Fürsten zu Wied, die zuvor ein halbes Jahrtausend auf der Burg Wied im heutigen Stadtteil Altwied residierten. 1653 gegründet, entwickelte sich Neuwied in den Folgejahren zu einer Freistätte bzw. einem Zufluchtsort für Religionsflüchtlin- ge in Deutschland. Mit der Gründung einer Eisenhütte nahe dem Steinbruch im unteren Wiedtal um 1750 entwickelt sich Neuwied ab Mitte des 18. Jahrhunderts zu einer der frühes- ten Industriestädte des Landes. Heute prägen zahlreiche Schulen und Industriebetriebe die Stadt, auch die Vielfalt der christlichen Konfessionen ist im Stadtbild noch zu er- kennen. 250 Jahre lang wurde im Eisenwalzwerk Rasselstein noch produziert, zwischen 2013 und 2016 wurde schließlich ins linksrheinische ThyssenKrupp-Werk Andernach verlegt. Nach dem zweiten Weltkrieg bekam Neuwied seine Bedeu- tung als Industriestandort zurück, heute verfügt die Stadt über ausgedehnte Gewerbegebiete mit einer guten Ver- kehrsanbindung, unter anderem über einen Rheinhafen, die vor 150 Jahren gebaute Eisenbahnlinie sowie die Bundesau- tobahnen 42 und 256, die sich bei Neuwied kreuzen.
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